Stadtkonferenz - Teil von Byens Ejendom

Wohnungsmarkt Hamburg: Kommende Entwicklungen und neue Großprojekte

Programm

09.00 Registrierung und Frühstück
09.30 Begrüßung
09.35 Visionen und Projekte: 10.000 neue Wohnungen pro Jahr

Hamburg ist als Wohn- und Arbeitsort stark nachgefragt. Im Durchschnitt ziehen jedes Jahr ca. 24.000 neue Bewohner und Bewohnerinnen in die Stadt. Das führt zu einer starken Nachfrage nach neuem Wohnraum. Welche Visionen und Strategien hat der Hamburger Senat, um in der Stadt neue Wohnbauten zu errichten? 10.000 neue Wohnungen pro Jahr sollen genehmigt werden. Wie erreicht man das Ziel? Welche Wohnprojekte sind nachgefragt und wo können neue Wohnquartiere errichtet werden: Neubaugebiete an Randbezirken, Sanierungen in innerstädtischen Lagen, Umwandlung von Gewerbegebieten? Wo liegen die wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete und wie sieht das Baugrund-Angebot aus?

 

10.00 Finanzierungsstrategien und Zinsniveau für Wohnprojekte

Ein rasanter Zinsanstieg, hohe Baukosten und strengere aufsichtsrechtliche Vorgaben haben in den letzten Jahren zu höheren Eigenkapitalanforderungen geführt. Doch es gibt Aussicht auf eine leichte Entspannung: Das Zinsniveau hat sich mittlerweile auf einem moderaten Plateau bei 3,5 Prozent eingependelt. Was bedeutet das sinkende Zinsniveau für den Wohnungsmarkt in Hamburg und bleibt das Zinsniveau stabil in diesen instabilen Zeiten? Welche Änderungen in den Finanzierungsstrategien der Banken sind in den kommenden Jahren zu erwarten? Welche Anforderungen stellen Banken für Wohnprojektkredite - welches Eigenkapital müssen Immobilienentwickler mitbringen? 

10.25 Neue Bauordnung 2026: Jetzt wird das Bauen einfacher

Seit 1. Januar 2026 ist die neue Hamburgische Bauordnung, HBauO, in Kraft. Mit der neuen Bauordung werden Verfahren beschleunigt und kleinere Bauvorhaben brauchen neu keine Genehmigung des Bezirksamtes mehr. Zudem sollen reduzierte technische Standards, der sog. Hamburger Standard, das Bauen schneller und kostengünstiger machen. Bis zu 2.000 Euro brutto je qm Wohnfläche im Neubau können auf diese Weise eingespart werden. Was sind die wesentlichen Änderungen: Welche Vorhaben brauchen neu keine Genehmigung des Bezirksamtes mehr? Wie lassen sich die Reduzierungen der Baukosten realisieren?

 

10.50 Kaffeepause
11.20 Wohnimmobilienmarkt: Preise, Trends und Prognosen

In Hamburg gibt es über 985.000 Wohnungen. Nach einer Phase mit hohen Zinsen, rückläufiger Preisentwicklung und sinkender Nachfrage erlebt der Wohnimmobilienmarkt in Hamburg seit 2025 eine leichte Wiederbelebung. Im Laufe von 10 Jahren, von 2014 bis 2024, hat sich der Preis für eine 80 qm Standardwohnung in Hamburg von 331.000 Euro auf 656.000 Euro fast verdoppelt. Auch die Mietpreise sind am steigen: von 8 Euro/qm in 2019, auf ca. 9 Euro/qm in 2025. Welche Objektformen und Standorte sind besonders nachgefragt? Wie werden sich die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen entwickeln? Welche Lagen haben starkes Entwicklungspotential? Wie sieht das Wohnungsangebot und die Wohnungsnachfrage für Seniorenwohnungen und Wohnheimplätze für Studierende aus?

Andreas Gnielka , Geschäftsführer, Grossmann & Berger Immobilien

11.45 Neues Wohnquartier: 3.800 Wohnungen in der Science City Bahrenfeld

Die Science City Bahrenfeld ist eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte im Hamburg. Auf einem Areal von 1,25 Millionen qm im Stadtteil Bahrenfeld entsteht in den kommenden 20 Jahren ein neuer Stadtteil, der Wohnquartiere, Campus- und Forschungsgebäude sowie Technologiezentren beeinhalten wird.
Das dänische Architekturbüro Cobe gewann im September 2024 den städtebaulichen Wettbewerb für das Wohnprojekt "Quartiere am Volkspark" und plant die Errichtung von vier- bis sechsgeschossigen Gebäuden verteilt auf drei Wohnquartieren. Wer ist die Zielgruppe für die 3.800 neuen Wohnungen? Welche Wohnungstypen sind geplant, und welche Mietpreise werden erwartet? Wie wird das Projekt umgesetzt - geplante Ausschreibungen und Baustart.

12.10 Wie baut man für Studierende und Auszubildende? Pilotprojekt in Wandsbek

In Hamburg gibt es einen Mangel an günstigen Wohnungen und Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende. Genau für diese Zielgruppe entwickelt die Immobilienentwicklerin Nunivo ein neues Wohnprojekt: das „On Boarding House“ im Bezirk Wandsbek. Der offizielle Zuschlag erfolgte am 22. Januar 2026 nach einem Ausschreibungsverfahren des Landesbetriebs Immobilienmanagement, LIG.
Nunivo errichtet ein Gebäude mit drei- bis vier Geschossen in Holzmodulbauweise, welches 49 voll möblierte Wohnheimplätze mit eigenen Badezimmern anbietet. Das Projekt will das soziale Zusammenleben der Bewohner fördern. Wie unterstützt der architektonische Entwurf das soziale Leben im Wohnprojekt? Gibt es Pläne für weitere "On Boarding Houses" und wo können diese realisiert werden? Warum hat man sich für eine Holzmodulbauweise entschieden?

12.35 Fragen und Abschluss
13.00 Mittagsessen

Hintergrund

Hamburg ist nachgefragt als Wohn- und Arbeitsort, die Zahl der aktuell 1.8 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen wächst stetig. Das Bedürfnis an bezahlbarem Wohnraum in der dynamischsten Metropole Deutschlands ist groß, was sich auch in den Miet- und Eigentumspreisen wiederspiegelt.

Der Preis für eine 80m² Standardwohnung in Hamburg hat sich von 2014 bis 2024 von 331.000 Euro auf 656.000 Euro fast verdoppelt. Auch die Mietpreise sind am steigen: von 8 Euro/qm in 2019, auf ca. 9 Euro/qm in 2025.

Um neues Angebot zu schaffen, verpflichtet sich der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, FHH, und die sieben Bezirke seit 2021 10.000 neue Wohnungen pro Jahr zu genehmigen. Das Ziel wurde bisher noch nicht erreicht.

Die im Januar 2026 eingeführte neue Hamburgische Bauordnung soll daher Bauvorhaben beschleunigen und vereinfachen. 

Von 2011 bis 2018 wuchs die Anzahl der neugebauten Wohneinheiten kontinuierlich von ca. 3.700 auf ca. 10.700. Seitdem ist die Zahl der Neubauten aufgrund von stark gestiegenen Baukosten und Zinsen wieder etwas gesunken. 2024 wurden ca. 8.300 Wohneinheiten fertiggestellt. 

Welche Bauträger stehen hinter den Neubauten? Im Jahr 2025 sah die Verteilung der genehmigten ca. 6.600 Wohneinheiten folgendermassen aus: 

  • 54 Prozent Wohnungsunternehmen
  • 19 Prozent private Haushalte
  • 14 Prozent öffentliche Bauherren 
  • 9 Prozent Immobilienfonds und Kreditinstitute
  • 3 Prozent Vereine
  • 1 Prozent produzierendes Gewerbe

Die vorliegende Konferenz präsentiert einen Überblick über die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung des Wohnungsmarktes und stellt Visionen und konkrete Projekte der Stadt Hamburg, Finanzierungsstrategien für Bauprojekte und rechtliche Rahmenbedingungen vor. 

Die Konferenz richtet sich an ImmobilienentwicklerInnen, InvestorInnen, Finanzinstitute, ArchitektInnen, IngenieurInnen, öffentliche Institutionen und andere interessierte Akteure aus Stadtentwicklung und der Immobilienbranche.

Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme.

Byens Ejendom

 

Im Preis enthalten

Teilnahmezertifikat

Vortragsunterlagen werden im Anschluss per E-Mail zugeschickt

Verpflegung inkl. Begrüßungskaffee und Mittagessen

Vorträge von Fachexperten und Fachexpertinnen

Möglichkeit zum fachlichen Austausch

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Datum 3. Dezember 2026
Uhrzeit 09.00 - 13.00
Ort: Hafen.City…Hafen.City.Horizonte., Baakenallee 33, Lola-Rogge-Platz, 20457 Hamburg



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