Stadtkonferenz - Teil von Byens Ejendom

Wohnungsmarkt Berlin: Kommende Entwicklungen und neue Großprojekte

Programm

09.00 Registrierung und Frühstück
09.30 Begrüßung
09.35 Visionen und Projekte: 20.000 neue Wohnungen pro Jahr

Berlin ist als Wohn- und Arbeitsort stark nachgefragt. Seit 2010 ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um 500.000 gestiegen, jeden Tag ziehen rund 480 Menschen in die Stadt. Das führt zu einer starken Nachfrage nach Wohnraum. 20.000 neue Wohnungen pro Jahr sollen genehmigt werden. Welche Visionen und Strategien hat die Stadt, um dieses Ziel zu erreichen? Wo sind die wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete und die Orte für die Stadt von übermorgen? Standorte von verfügbarem Bauland. 

10.00 Finanzierungsstrategien und Zinsniveau für Wohnprojekte

Ein rasanter Zinsanstieg, hohe Baukosten und strengere aufsichtsrechtliche Vorgaben haben in den letzten Jahren zu höheren Eigenkapitalanforderungen geführt. Doch es gibt Aussicht auf eine leichte Entspannung: Das Zinsniveau hat sich mittlerweile auf einem moderaten Plateau bei 3,5 Prozent eingependelt. Was bedeutet das Zinsniveau für den Wohnungsmarkt in Berlin und bleibt das Zinsniveau stabil in diesen instabilen Zeiten? Gibt es eine Aussicht auf fallende Zinsen? Welche Änderungen in den Finanzierungsstrategien der Banken sind in den kommenden Jahren zu erwarten? Welche Anforderungen stellen Banken für Wohnprojektkredite - welches Eigenkapital müssen Immobilienentwickler mitbringen? Wie wichtig sind Stressszenarien, Baukostenrisiko und Lagequalität?

10.25 Schneller-Bauen Gesetz 2024: Jetzt wird das Bauen schneller

Seit dem 1. Dezember 2024 ist das Berliner Schneller-Bauen Gesetz in Kraft. Mit dem neuen Gesetz werden Verfahren beschleunigt und die Steuerung von Großprojekten neu geregelt. Behörden müssen Baugenehmigungen innerhalb fester Bearbeitungsfristen erstellen, der Senat kann neu große Bauprojekte ohne Einbindung der Bezirke steuern, und Bauanträge werden stärker digitalisiert. Die Genehmigung von Nachverdichtungsprojekten wird erleichtert. Was bedeuten die Änderungen für die Praxis? Wann lassen sich konkrete Resultate erzielen und wie lassen sich mit dem Gesetz Bauvorhaben schneller umsetzen?

10.50 Kaffeepause
11.20 Wohnimmobilienmarkt: Preise, Trends und Prognosen

In Berlin gibt es über 2 Millionen Wohnungen. Nach einer Phase mit hohen Zinsen und rückläufiger Preisentwicklung erlebt der Wohnimmobilienmarkt in Berlin seit 2025 eine Wiederbelebung. Im Laufe von 14 Jahren, von 2010 bis 2024, hat sich der Preis für eine 80 m² Standardwohnung in Berlin von 160.000 Euro auf 455.000 Euro fast verdreifacht. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei knapp 16 Euro pro Quadratmeter. Welche Objektformen und Standorte sind besonders nachgefragt? Wie werden sich die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen entwickeln? Welche Lagen haben starkes Entwicklungspotential? Wie sieht das Wohnungsangebot und die Wohnungsnachfrage für Seniorenwohnungen und Wohnheimplätze für Studierende aus?

11.45 Drohende Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen

Die Initative "Deutsche Wohnen & CO" setzt sich für die Enteignung großer Wohnungsunternehmen ein. 2027 stimmten 57 Prozent der Berlinerinnen und Berliner für die Initiative, ein Gesetz dazu wurde im September 2025 eingereicht. Was besagt der Entwurf: Wie hoch ist die vorgesehene Entschädigung der enteigneten Wohnungen? Was wären die Folgen für Refinanzierungen und Immobiliendarlehen von Banken? Eine Umsetzung ist von einem weiteren positiven Volksentscheid, einer verfassungsrechtlichen Zulässigkeit und der politischen Umsetzung abhängig. Wie realistisch ist das Szenario?

12.10 Neues 15-Minuten Quartier Blankenburger Süden: 8.600 neue Wohnungen

Das Projekt Blankenburger Süden ist eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte in Berlin. Auf einem Areal von 1,6 Millionen m² im Stadtteil Pankow entsteht in den kommenden 20 Jahren ein neuer Stadtteil, der Wohnquartiere, Schulgebäude, Gewerbeflächen und Parks beinhalten wird. An den Standorten der alten Gärtnerei Heinersdorf, dem Gewerbegebiet Heinersdorf und den ehemaligen Rieselfeldern entwicklet die Senatsverwaltung und der Bezirk Pankow gemeinsam mit privaten Partnern 3 neue Wohnquartiere. Welche Ideen und Konzepte liegen den neuen Quartieren zu Grunde?
Das Projekt ist als sogenanntes 15-Minuten Quartier geplant und strebt eine Nutzungsmischung an. Welche Nutzungen und Funktionen bieten die Quartiere an und für wen? Wo im Prozess steht man und welche Ausschreibungen sind geplant?

12.35 Junges Wohnen in Berlin: So baut man für Junge und Studierende

In Berlin gibt es einen Mangel an günstigen Wohnungen und Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende. Genau für diese Zielgruppe entwickelt die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau AG ein Wohnprojekt: der Gesocampus Sterkrader Straße in Tegel. 173 neue Wohnungen mit 234 Wohnplätzen zu einer Bruttokaltmiete von 320 Euro pro Monat werden bis Sommer 2027 gebaut. Das Projekt will das soziale Zusammenleben der Bewohner und Bewohnerinnen fördern. Wie unterstützt der architektonische Entwurf das soziale Leben im Wohnprojekt? Gibt es Pläne für weitere "Geso Campus" und wo können diese realisiert werden? Wie groß ist die Zielgruppe und wird diese in den kommenden Jahren wachsen?

13.00 Fragen und Abschluss
13.10 Mittagessen

Hintergrund

Berlin ist nachgefragt als Wohn- und Arbeitsort. Die Zahl der aktuell knapp 4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wächst stetig und das Bedürfnis an bezahlbaren Wohnraum in Deutschlands Hauptstadt ist groß.

Mit einem marktaktiven Leerstand von 0,3 Prozent ist der Wohnungsmarkt stark angespannt, die Miet- und Eigentumspreise sind hoch.

Von 2022 bis 2024 sind die Angebotsmieten um 36 Prozent auf durchschnittlich 15,8 Euro / m² angestiegen, seit 2024 sind die Preise stabil. Der Preis für eine 80m² Standardwohnung hat sich seit 2010 von 160.000 Euro auf 455.000 Euro fast verdreifacht. 

Um neues Angebot zu schaffen, will der Berliner Senat jährlich 20.000 Wohnungen pro Jahr bauen. Das Ziel wurde die letzten 5 Jahre nicht erreicht. 

Von 2015 bis 2020 wurden jährlich mehr als 20.000 Wohnungen gebaut - mit einem Höchststand von 25.100 Neubauten in 2016. Seit 2020 ist die Zahl der Neubauten leider aufgrund von stark gestiegenen Baukosten und Zinsen deutlich gesunken. 2024 wurden ca. 16.000 Wohneinheiten errichtet. 

Um Bauvorhaben zu beschleunigen und zu vereinfachen wurde im Dezember 2024 das Berliner Schneller-Bauen-Gesetz eingeführt.

Die Verteilung der Bauherren der seit 2011 errichteten Neubauten sieht folgendermassen aus: 

- 46 Prozent private Wohnungsunternehmen

- 16 Prozent öffentliche Bauherren 

- 38 Prozent Genossenschaften, private Einzelbauherren, Baugenossenschaften und Vereine

Die Konferenz präsentiert einen Überblick über die kommende Entwicklung des Wohnungsmarktes und stellt Visionen und konkrete Projekte der Stadt Berlin, Finanzierungsstartegien für Bauprojekte und rechtliche Rahmenbedingungen vor. 

Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme.

Stadtkonferenz - Teil von Byens Ejendom

 

Im Preis enthalten

Teilnahmezertifikat

Vortragsunterlagen werden im Anschluss per E-Mail zugeschickt

Verpflegung inkl. Begrüßungskaffee und Mittagessen

Vorträge von Fachexperten und Fachexpertinnen

Möglichkeit zum fachlichen Austausch

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Datum 21. April 2027
Uhrzeit 09.00 - 13.10
Ort: Berlin: TBABerlin: TBA, , 0
Preis: 395 EUR



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